Buchpräsentation “Frieden bauen heißt weit bauen” in Wien

Manche Wege sind lang. Das gilt sowohl für den bisherigen Weg der Republik Kosovo in Richtung Europäische Union als auch für jenen Teil, wo Ulrike Lunacek ein Stück des Weges mitgegangen ist. Als langjährige Kosovo-Berichterstatterin (2009 bis 2017) des Europäischen Parlaments und international anerkannte Balkanexpertin hat sie einen unschätzbaren Beitrag für den jüngsten Staat Europas und seine Bevölkerung geleistet. Zurecht wird sie dafür im südosteuropäischen Staat sehr geschätzt und wird noch sehr lange unvergessen bleiben – zumal ihr Engagement ja durchaus weitergehen wird, unter anderem im Vorstand unserer Freundschaftsgesellschaft.

Von diesem handelt auch ihr aktuelles Buch “Frieden bauen heißt weit bauen”, das sie gestern Abend im Wiener Haus der Europäischen Union vorgestellt hat. Der Untertitel ist Programm: “Von Brüssel ins Amselfeld und retour: Kosovos Weg in die EU und mein Beitrag dazu” beschreibt in unterhaltsamer und anschaulicher Weise, was Ulrike Lunacek in all diesen Jahren erlebt hat. Persönliche Eindrücke sind darin ebenso enthalten wie historische Benchmarks, die dem Leser zeigen, mit wie viel Herzblut und Einfühlungsvermögen sie stets bei der Sache war.

Die Buchpräsentation war dementsprechend auch ein voller Erfolg und sehr gut besucht. Gemeinsam mit Wolfgang Petritsch (EU-Sondergesandter Kosovo 1998-1999, Hoher Repräsentant Bosnien- Herzegowina 1999-2002, Mitglied des Advisory Boards unserer Freundschaftsgesellschaft) und Vedran Dzihic (Politikwissenschafter und Balkan-Experte, Universität Wien) sprach Ulrike Lunacek über ihre Erfahrungen und Eindrücke. Im sehr zahlreichen Auditorium befanden sich unter Anderem auch Faruk Ajeti (Botschaft der Republik Kosovo in Wien), der Präsident unserer Freundschaftsgesellschaft MEP Mag. Lukas Mandl sowie der Delegationsleiter der ÖVP im Europäischen Parlament, Dr. Othmar Karas.

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